Junior-Depot Vergleich 2026: Geldanlage für Kinder optimieren

Die finanzielle Zukunft Ihres Kindes im Blick zu haben, ist ein kluger Schritt.

Angesichts der aktuellen Zinsen, die kaum gegen die Inflation ankommen, sind traditionelle Sparformen oft nicht mehr die beste Wahl.

Ein Junior-Depot mit einem cleveren Sparplan kann hier eine attraktive Alternative sein.

Wir werfen einen genauen Blick auf den Junior-Depot Vergleich 2026, um Ihnen zu helfen, die optimalen Weichen für den Vermögensaufbau Ihres Nachwuchses zu stellen.

Schlüsselbotschaften

  • Ein Junior-Depot ist ein Wertpapierdepot für Minderjährige, das bis zur Volljährigkeit von den Eltern verwaltet wird und langfristigen Vermögensaufbau ermöglicht.
  • Beim Junior-Depot Vergleich sollten Sie auf niedrige Kosten, eine gute Auswahl an ETFs und Wertpapieren sowie die Seriosität des Anbieters achten.
  • ETF-Sparpläne eignen sich besonders gut für Junior-Depots, da sie flexibel, kostengünstig und bereits mit kleinen Raten umsetzbar sind.
  • Nutzen Sie die steuerlichen Vorteile wie Freibeträge, um die Erträge im Junior-Depot für Ihr Kind weitgehend steuerfrei zu halten.
  • Vergleichen Sie Neobroker und traditionelle Banken hinsichtlich Gebühren, Sparplanangeboten und Benutzerfreundlichkeit, um das beste Junior-Depot zu finden.

Grundlagen des Junior-Depots: Vermögensaufbau für Kinder

Was ist ein Junior-Depot?

Ein Junior-Depot, manchmal auch als Kinder- oder Minderjährigen-Depot bezeichnet, ist im Grunde ein Wertpapierkonto, das Sie als Eltern oder Erziehungsberechtigter für Ihren Nachwuchs eröffnen. Es dient dazu, Geld für das Kind anzulegen. Da die Kinder in der Regel erst dann auf das angesparte Geld zugreifen können, wenn sie volljährig sind, handelt es sich hierbei meist um eine langfristige Geldanlage. Das Depot läuft auf den Namen des Kindes, das Vermögen gehört also rechtlich ihm. Bis zur Volljährigkeit verwalten Sie als Bevollmächtigter die Wertpapiere. Wichtig ist: Sie dürfen das Geld nicht einfach für eigene Zwecke entnehmen, sondern nur im Sinne des Kindes. Mit 18 Jahren kann Ihr Kind dann selbstständig über das Depot verfügen.

Warum ein Junior-Depot die bessere Wahl ist

Die Eröffnung eines Junior-Depots bietet mehrere Vorteile, die es zu einer attraktiven Option für den Vermögensaufbau machen. Erstens ermöglicht es eine frühe finanzielle Bildung. Ihr Kind kann lernen, wie die Börse funktioniert und was Investitionen bedeuten. Zweitens ist der langfristige Kapitalaufbau durch den Zinseszinseffekt ein starkes Argument. Über viele Jahre hinweg kann sich so ein beachtlicher Betrag ansammeln. Drittens nutzen Junior-Depots oft steuerliche Freibeträge, die speziell für Kinder gelten, was die Erträge steuerfrei halten kann. Viertens können regelmäßige Einzahlungen von Verwandten das Depot stetig wachsen lassen. Und nicht zuletzt lernen Kinder durch die Verwaltung des Depots Verantwortung für ihr eigenes Geld zu übernehmen und treffen dadurch bewusstere finanzielle Entscheidungen.

Langfristiges Wachstumspotenzial nutzen

Der entscheidende Vorteil eines Junior-Depots liegt im langen Anlagehorizont. Da das Geld oft über viele Jahre, manchmal bis zu 18 Jahren, angelegt ist, relativieren sich die Risiken von Kursschwankungen. Börsenkrisen, die immer wieder vorkommen, kann Ihr Kind einfach „aussitzen“. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Kurse nach starken Rücksetzern meist wieder erholt und oft neue Höchststände erreichen. Dies macht gerade breit gestreute Anlagen wie ETFs zu einer guten Wahl für den langfristigen Vermögensaufbau.

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Vergleich von Anbietern für Junior-Depots (Stand: Januar 2026)
Bei der Auswahl des richtigen Anbieters für ein Junior-Depot sollten Sie auf verschiedene Faktoren achten. Kosten sind ein wichtiger Punkt, da sie die Rendite über die Jahre schmälern können. Auch die Auswahl an handelbaren Wertpapieren und die Seriosität des Anbieters spielen eine Rolle.

AnbieterDepotgebühren pro JahrKosten pro ETF-Sparrate (ca.)Auswahl an ETFs (MSCI World)NV-Bescheinigung möglichBesonderheiten
Scalable CapitalKostenlos0,99 €JaJaSehr günstige Konditionen, breite ETF-Auswahl, gute App.
INGKostenlos1,50 €JaJaBekannte Direktbank, gute Beratung, breites Angebot an Finanzprodukten.
Trade RepublicKostenlos0,99 €JaJaFokus auf mobile Nutzung, sehr günstige Gebühren, einfache Bedienung.

Wichtige Begriffe im Überblick:

  • TER (Total Expense Ratio): Dies sind die laufenden Kosten eines ETFs, die jährlich aus dem Fondsvermögen entnommen werden. Ein niedriger TER ist für die Rendite wichtig.
  • MSCI World: Ein beliebter Index, der die Wertentwicklung von großen und mittelgroßen Unternehmen aus Industrieländern weltweit abbildet. ETFs auf diesen Index sind oft eine gute Basis für ein Junior-Depot.
  • Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung): Mit dieser Bescheinigung können Sie beim Finanzamt beantragen, dass Ihr Kind bis zu einem bestimmten Freibetrag keine Steuern auf Kapitalerträge zahlen muss. Dies ist besonders nützlich, wenn die Erträge den Sparerpauschbetrag übersteigen.

Die Wahl des richtigen Junior-Depots ist ein wichtiger Schritt für den finanziellen Grundstein Ihres Kindes. Achten Sie auf niedrige Kosten und eine gute Auswahl an ETFs, um das langfristige Wachstumspotenzial optimal zu nutzen. Die steuerlichen Vorteile durch die NV-Bescheinigung können die Rendite zusätzlich verbessern.

Junior-Depot Vergleich: Worauf Anleger achten sollten

Wenn Sie ein Junior-Depot für Ihr Kind eröffnen möchten, ist ein Vergleich der verschiedenen Anbieter unerlässlich. Es gibt einige wichtige Punkte, auf die Sie achten sollten, damit Sie die beste Wahl für den Vermögensaufbau Ihres Nachwuchses treffen. Denken Sie daran, dass es hier um langfristiges Sparen geht, und kleine Unterschiede bei den Kosten können sich über die Jahre summieren.

Kosten und Gebühren im Blick behalten

Die Kosten sind ein entscheidender Faktor bei der Auswahl eines Junior-Depots. Achten Sie besonders auf die laufenden Kosten der angebotenen ETFs, die oft als TER (Total Expense Ratio) angegeben werden. Eine niedrige TER bedeutet, dass mehr von Ihrer Rendite beim Kind verbleibt. Auch Ordergebühren für Käufe und Verkäufe sowie eventuelle Depotführungsgebühren sollten Sie genau prüfen. Manche Anbieter locken mit kostenlosen Sparplänen, aber prüfen Sie genau, ob das auch für alle ETFs gilt und welche Bedingungen daran geknüpft sind.

Auswahl an ETFs und Wertpapieren

Die Vielfalt der verfügbaren ETFs und Wertpapiere ist ein weiteres wichtiges Kriterium. Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich breit gestreute ETFs, wie zum Beispiel solche, die den MSCI World Index abbilden. Diese bieten eine gute Diversifikation und bilden die Entwicklung der größten Unternehmen weltweit ab. Prüfen Sie, ob der Anbieter eine gute Auswahl an ETFs hat, die Ihren Anlagezielen entsprechen. Eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung) kann ebenfalls relevant sein, um steuerliche Vorteile zu nutzen, falls die Erträge die Freibeträge übersteigen und Sie diese nicht automatisch vom Finanzamt berücksichtigen lassen möchten.

Anbieter-Seriosität und Kundenservice

Neben Kosten und Angebot sollten Sie auch die Seriosität des Anbieters und dessen Kundenservice berücksichtigen. Handelt es sich um eine etablierte Bank oder einen bekannten Broker? Lesen Sie Erfahrungsberichte und prüfen Sie, wie gut der Kundenservice erreichbar ist und ob er kompetent auf Ihre Fragen eingeht. Eine einfache und verständliche Benutzeroberfläche der Plattform ist ebenfalls von Vorteil, besonders wenn Sie planen, das Depot gemeinsam mit Ihrem Kind zu verwalten oder ihm die Handhabung zu erklären.

Ein Vergleich lohnt sich immer, um die besten Konditionen für den Vermögensaufbau Ihres Kindes zu finden.

AnbieterDurchschnittliche TER (MSCI World ETF)Ordergebühr (ETF-Sparplan)DepotführungsgebührNV-Bescheinigung möglich
Scalable Capitalca. 0,10%ab 0,99 €KostenlosJa
INGca. 0,15%ab 1,50 €KostenlosJa
Trade Republicca. 0,05%0 € (bei ausgewählten)KostenlosJa

Hinweis: Die Daten sind Schätzungen für Anfang 2026 und können sich ändern. Die genauen Konditionen sollten Sie immer direkt beim Anbieter prüfen.

ETF-Sparpläne im Junior-Depot: Flexibel und kostengünstig investieren

Die Vorteile von ETF-Sparplänen

ETF-Sparpläne sind eine super Sache, wenn Sie für Ihr Kind langfristig Vermögen aufbauen möchten. Sie sind nicht nur flexibel, sondern auch ziemlich günstig. Stellen Sie sich vor, Sie legen jeden Monat einen festen Betrag zur Seite, und dieser wird automatisch in einen oder mehrere ETFs investiert. Das Tolle daran ist der sogenannte Cost-Average-Effekt: Weil Sie regelmäßig kaufen, egal ob die Kurse gerade hoch oder niedrig sind, ergibt sich im Durchschnitt ein guter Einstiegspreis. Das reduziert das Risiko, genau dann zu kaufen, wenn es am teuersten ist. Fast alle Online-Broker und Banken bieten diese Sparpläne an, oft mit sehr niedrigen Gebühren oder sogar kostenlos. Sie können die Sparrate jederzeit anpassen oder den Plan pausieren, wenn es mal eng wird. So investieren Sie entspannt und mit geringem Aufwand.

Geringe Mindestsparraten für den Einstieg

Was viele nicht wissen: Sie müssen keine riesigen Summen investieren, um mit einem ETF-Sparplan zu starten. Viele Anbieter erlauben bereits Sparraten von 10 oder 25 Euro im Monat. Das macht den Einstieg wirklich einfach, auch wenn das Budget gerade nicht so üppig ist. So können Sie schon früh beginnen, das Geld für Ihr Kind arbeiten zu lassen, und vom Zinseszinseffekt profitieren.

Die Laufzeit als entscheidender Faktor

Bei der Geldanlage für Kinder spielt die Zeit eine riesige Rolle. Je länger das Geld angelegt ist, desto stärker kann es wachsen. Bei einem ETF-Sparplan im Junior-Depot ist eine lange Laufzeit – oft 15, 20 Jahre oder länger – ideal. Denn gerade über lange Zeiträume haben Aktienmärkte, wie sie in ETFs wie dem MSCI World abgebildet werden, ihr Potenzial gezeigt. Rückschläge sind normal, aber die Geschichte zeigt, dass sich die Märkte langfristig erholen und wachsen.

Anbieter im Vergleich: Worauf Sie achten sollten

Bei der Wahl des richtigen Anbieters für das Junior-Depot und den ETF-Sparplan gibt es ein paar Dinge zu beachten. Die Kosten sind ein wichtiger Punkt, aber auch die Auswahl an ETFs und der Service spielen eine Rolle. Hier ein kleiner Überblick über drei beliebte Anbieter:

AnbieterKosten ETF-SparplanTER (Beispiel MSCI World)Auswahl ETFsNV-Bescheinigung möglichBesonderheiten
Scalable Capitalab 0,99 €ca. 0,18 %Sehr großJaNeobroker, viele kostenlose Sparpläne
INGab 0 €ca. 0,18 %GroßJaTraditionelle Bank, gute App, viele kostenlose Sparpläne
Trade Republicab 0 €ca. 0,18 %GroßJaNeobroker, sehr niedrige Gebühren, einfache Bedienung

Wichtige Begriffe erklärt:

  • TER (Total Expense Ratio): Das sind die jährlichen Gesamtkosten eines ETFs, ausgedrückt in Prozent. Ein niedriger TER ist gut, da mehr von Ihrer Rendite bei Ihnen bleibt.
  • MSCI World: Ein wichtiger Index, der die Wertentwicklung von über 1.500 großen Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. Ein ETF darauf ist eine beliebte Wahl für eine breite Streuung.
  • Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung): Diese Bescheinigung können Sie beim Finanzamt beantragen, wenn Sie erwarten, dass Ihre Kapitalerträge unterhalb des Sparerpauschbetrags liegen. Sie wird dann beim Broker eingereicht, damit keine Abgeltungssteuer einbehalten wird. Das ist besonders für Junior-Depots interessant, um die Steuerfreiheit optimal zu nutzen.

Bei der Auswahl eines Anbieters sollten Sie nicht nur auf die reinen Kosten schauen. Eine gute Auswahl an ETFs, die Möglichkeit, eine NV-Bescheinigung einzureichen, und ein benutzerfreundlicher Service sind ebenfalls wichtig für eine langfristig gute Erfahrung mit dem Junior-Depot Ihres Kindes.

Steuerliche Vorteile beim Junior-Depot

Ein Junior-Depot bringt nicht nur Chancen für einen frühen Vermögensaufbau. Gerade steuerlich bieten sich für Ihr Kind mit dem richtigen Depot echte Vorteile. Dabei gibt es allerdings einige Details zu beachten, sonst kann es mit der Steuerbefreiung schnell vorbei sein.

Nutzung von Freibeträgen für Kinder

Jedes Kind hat – getrennt von Ihnen als Eltern – Anspruch auf eigene steuerliche Freibeträge, sobald das Depot formal auf dessen Namen läuft:

  • Sparerpauschbetrag: Bis zu 1.000 € an Kapitalerträgen sind jährlich steuerfrei. Dafür muss beim Anbieter ein Freistellungsauftrag hinterlegt sein.
  • Grundfreibetrag: Liegen die gesamten Einkünfte (inklusive Kapitalerträge) unter dem jährlich festgelegten Grundfreibetrag (2026: 12.096 €), bleibt alles darüber hinaus steuerfrei.
  • NV-Bescheinigung: Reichen die Freibeträge nicht aus, kann beim Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung beantragt werden. Dann bleibt das Depot bis zur Grenze von ca. 13.096 € Kapitalertrag steuerfrei.

Damit sparen Sie Jahr für Jahr spürbare Beträge – schöner Nebeneffekt: Jeder Euro an Zins- oder Kursgewinn fließt direkt ins Vermögen Ihres Kindes.

Der richtige Freistellungsauftrag lohnt sich. Wer viele kleinere Depots für die ganze Familie führt, muss die 1.000 € Freibetrag pro Person aufteilen.

Steuerfreie Erträge bis zu bestimmten Grenzen

Damit wirklich keine Abgeltungssteuer fällig wird, sollten Sie folgende Regeln kennen:

  1. Freibeträge jährlich neu prüfen und richtig aufteilen.
  2. Bei höheren Erträgen unbedingt die NV-Bescheinigung rechtzeitig beim Finanzamt anfordern und beim Broker einreichen.
  3. Ausschüttungen aus Fonds oder ETFs laufen mit in die Freibetragsrechnung (wichtig zum Beispiel bei beliebten Indexfonds wie MSCI World).

Bei sorgfältiger Depotführung bleibt so den Kindern ein größerer Teil des Ertrags erhalten – und das bei minimaler Steuerlast.

Auswirkungen auf Kindergeld und BAföG

Auf das Kindergeld hat das Vermögen (und die Erträge) im Junior-Depot keinen Einfluss. Ganz anders sieht es beim BAföG oder der Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung aus:

  • Für das BAföG zählt das gesamte Vermögen des Kindes mit (2026 vermutlich bis 16.500 € anrechnungsfrei).
  • Monatliche Kapitalerträge über 485 € können die beitragsfreie Familienversicherung gefährden.

Das sollten Sie im Blick haben, bevor Sie größere Summen ansparen.

Vergleich: Steuerliche Handhabung bei Junior-Depots (Auswahl)

AnbieterETF-Auswahl (z.B. MSCI World)Kosten ETF-Sparplan p.M.Ordergebühr je KaufTER (Beispiel ETF)FreistellungsauftragNV-Bescheinigung akzeptiert?Besonderheiten
Scalable CapitalSehr breit (MSCI World, EM)ab 0 € (Prime)0,99 € (Free)0,18-0,20 % p.a.Komplett digital, Niedrigrenditen ab 1 € monatlich
INGGroß, viele Klassiker1,00 € bzw. 1,75 %4,90 € (plus 0,25%)0,18-0,20 % p.a.Automatischer Freistellungsauftrag über Webseite
Trade RepublicSehr breit, viele Aktions-ETFs0 € bei Sparplänen1,00 € je Trade0,18-0,20 % p.a.Nur App, alles papierlos, besonders günstig

Auf einen Blick: Technische Aspekte für Steueroptimierung

  • TER (Total Expense Ratio) beachten: Je geringer die laufenden Kosten, desto höher bleibt Ihr Gewinn. ETFs wie MSCI World bewegen sich oft bei 0,18–0,20 %.
  • Auswahl des Anbieters: Prüfen Sie, ob Sie den Freistellungsauftrag einfach einstellen können.
  • NV-Bescheinigung: Diese ist gerade bei großen Sparplänen essenziell. Fragen Sie beim Broker vor Depoteröffnung nach, wie die Bescheinigung eingereicht wird.

Fazit: Mit dem richtigen Junior-Depot profitieren Sie als Familie doppelt – Sie nutzen alle rechtlichen Spielräume beim Steuern und gönnen Ihrem Kind einen echten Vorsprung beim Vermögensaufbau. Trotzdem gilt es, Freibeträge, BAföG-Vermögensgrenze und Sozialversicherungsaspekte jährlich zu prüfen. Einmal eingerichtet, tickt das Depot dann mit möglichst wenig Aufwand für viele Jahre weiter.

Neobroker vs. Traditionelle Banken im Junior-Depot Vergleich

Wenn es darum geht, ein Junior-Depot für Ihr Kind zu eröffnen, stehen Sie vor der Wahl zwischen Neobrokern und traditionellen Banken. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, und die beste Wahl hängt von Ihren Prioritäten ab. Neobroker sind oft die erste Anlaufstelle, wenn es um niedrige Kosten und eine digitale Erfahrung geht. Traditionelle Banken hingegen punkten manchmal mit einem breiteren Serviceangebot und einer etablierten Präsenz.

Kostenunterschiede bei Ordergebühren

Die Kostenstruktur ist oft der entscheidende Faktor. Neobroker wie Scalable Capital oder Trade Republic werben typischerweise mit sehr niedrigen Ordergebühren, oft schon ab 0,99 Euro pro Trade oder sogar kostenlos im Rahmen von Sparplänen. Das kann sich bei häufigeren Transaktionen oder einem größeren Anlagevolumen schnell auszahlen. Traditionelle Banken haben hier oft höhere Gebühren, die sich nach dem Ordervolumen richten können. Es lohnt sich, die Preislisten genau zu vergleichen, denn auch bei Neobrokern können zusätzliche Kosten für bestimmte Dienstleistungen anfallen.

Verfügbarkeit von Sparplänen

Für den langfristigen Vermögensaufbau mit einem Junior-Depot sind ETF-Sparpläne eine beliebte Methode. Hier ziehen viele Neobroker mit einem breiten Angebot an besparbaren ETFs und oft sehr niedrigen Mindestsparraten (manchmal schon ab 1 Euro) nach. Auch traditionelle Banken bieten Sparpläne an, das Angebot an ETFs kann aber variieren und die Mindestraten sind manchmal höher. Achten Sie darauf, ob Ihr Wunsch-ETF als Sparplan verfügbar ist und zu welchen Konditionen.

Benutzerfreundlichkeit und Service

Die Benutzeroberfläche von Neobrokern ist meist modern und intuitiv gestaltet, die Depoteröffnung erfolgt komplett digital. Das ist praktisch, wenn Sie Wert auf eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung legen. Traditionelle Banken bieten oft zusätzlich persönliche Beratung in Filialen oder telefonisch an, was für manche Anleger beruhigend sein kann. Der Kundenservice kann sich aber auch bei Neobrokern sehen lassen, oft sind die Support-Teams gut erreichbar, wenn auch meist nur digital.

Vergleichstabelle: Neobroker vs. Traditionelle Banken (Beispiele)

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, hier ein Vergleich einiger Anbieter:

AnbieterTypTypische Ordergebühr (Einmalanlage)ETF-Sparplan GebührTER (Beispiel MSCI World ETF)NV-Bescheinigung möglichBesonderheiten
Scalable CapitalNeobrokerAb 0,99 € (Prime Broker)0,99 €ca. 0,10%JaGroße ETF-Auswahl, verschiedene Preismodelle
INGTraditionelle BankAb 4,90 €1,50 €ca. 0,10%JaUmfassendes Bankangebot, Filialnetz
Trade RepublicNeobroker1,00 €Kostenlosca. 0,10%JaFokus auf mobile Nutzung, einfache Bedienung

Hinweis: Die Angaben können sich ändern. Bitte prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter. Die TER (Total Expense Ratio) gibt die laufenden Kosten eines ETFs an. Eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung) ist für die steuerliche Freistellung von Kapitalerträgen notwendig, wenn die Erträge die Freibeträge übersteigen.

Die Eröffnung eines Junior-Depots: Schritt für Schritt

Voraussetzungen für die Depoteröffnung

Bevor Sie ein Junior-Depot für Ihr Kind eröffnen können, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Grundsätzlich kann jeder minderjährige Nachwuchs von den Vorteilen eines solchen Depots profitieren. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass Sie als Erziehungsberechtigter oder gesetzlicher Vormund fungieren. In der Regel sind das die Eltern. Bei manchen Anbietern ist es sogar möglich, dass auch Großeltern oder Paten ein Depot für das Kind eröffnen können, allerdings immer mit der Zustimmung der Erziehungsberechtigten. Das Depot läuft dann auf den Namen des Kindes, aber Sie als Erwachsener verwalten es, bis Ihr Kind volljährig ist. Das bedeutet, Sie treffen die Anlageentscheidungen, aber immer im Sinne des Kindes. Das Geld gehört rechtlich dem Kind und ist somit auch vor Pfändungen im Falle einer elterlichen Insolvenz geschützt. Es ist also eine gute Idee, sich frühzeitig damit zu beschäftigen, wie Sie das Vermögen für Ihren Nachwuchs aufbauen können, anstatt nur ein Sparkonto zu nutzen.

Auswahl der passenden Bank oder des Brokers

Die Wahl des richtigen Anbieters ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Geldanlage. Achten Sie besonders auf die Kosten. Viele Anbieter locken mit kostenlosen Depotführungen, aber prüfen Sie genau, ob diese an Bedingungen geknüpft sind, wie z.B. regelmäßige Einzahlungen. Auch die Kosten pro Order können stark variieren. Einige Neobroker bieten sehr günstige Konditionen, während traditionelle Banken manchmal höhere Gebühren verlangen. Ein Blick auf das Angebot an ETFs und Aktien ist ebenfalls wichtig. Suchen Sie nach einem Anbieter, der eine breite Auswahl an kostengünstigen ETFs, insbesondere solche, die den MSCI World abbilden, im Programm hat. Die Verfügbarkeit von ETF-Sparplänen mit niedrigen Mindestraten ist ein weiterer Pluspunkt. Nicht zuletzt sollten Sie die Seriosität des Anbieters und die Qualität des Kundenservice berücksichtigen. Hier ein kleiner Vergleich einiger beliebter Anbieter:

AnbieterKosten DepotführungKosten ETF-Sparplan (pro Ausführung)TER (Beispiel MSCI World ETF)NV-Bescheinigung möglich?
Scalable CapitalKostenlosab 0,99 €ca. 0,10%Ja
INGKostenlosab 1,50 €ca. 0,10%Ja
Trade RepublicKostenlosab 0,00 €ca. 0,10%Ja

Hinweis: Die TER (Total Expense Ratio) gibt die laufenden Kosten eines ETFs an. Die NV-Bescheinigung (Nichtveranlagungs-Bescheinigung) ist wichtig, um steuerliche Freibeträge optimal zu nutzen und Erträge steuerfrei zu halten.

Benötigte Unterlagen und der Prozess

Die Eröffnung eines Junior-Depots ist meist unkompliziert und kann oft online erledigt werden. Sie benötigen in der Regel einige Dokumente, um die Identität der Erziehungsberechtigten und des Kindes nachzuweisen. Dazu gehören meistens die Personalausweise oder Reisepässe beider Elternteile sowie die Steuer-Identifikationsnummern von Ihnen und Ihrem Kind. Für das Kind selbst wird oft die Geburtsurkunde benötigt, besonders wenn es unter 16 Jahre alt ist. Ab 16 Jahren kann auch der Personalausweis des Kindes ausreichen. In besonderen familiären Konstellationen, wie z.B. bei alleinigem Sorgerecht oder unverheirateten Eltern, können zusätzliche Dokumente wie eine Sorgeerklärung oder eine gerichtliche Verfügung erforderlich sein. Nach der Online-Antragstellung müssen Sie die Dokumente oft per PostIdent- oder VideoIdent-Verfahren verifizieren. Sobald das Depot eröffnet ist, können Sie mit dem Vermögensaufbau für Ihr Kind beginnen, sei es durch Einmalanlagen oder regelmäßige Sparpläne. Denken Sie daran, die NV-Bescheinigung rechtzeitig zu beantragen, um die steuerlichen Vorteile voll auszuschöpfen.

Fazit: Ihr Weg zum optimierten Junior-Depot

Wenn Sie also für Ihr Kind langfristig Vermögen aufbauen möchten, ist ein Junior-Depot eine gute Wahl. Der Vergleich von Anbietern wie Scalable Capital, Trade Republic oder Consorsbank zeigt, dass es viele günstige Optionen gibt, besonders wenn Sie auf niedrige Gebühren und kostenlose ETF-Sparpläne achten. Denken Sie daran: Je früher Sie anfangen, desto besser kann der Zinseszinseffekt für Ihr Kind arbeiten. Nutzen Sie die steuerlichen Vorteile und die Chance, Ihrem Nachwuchs frühzeitig einen Einblick in die Welt der Finanzen zu geben. So legen Sie den Grundstein für eine finanziell gesicherte Zukunft Ihres Kindes.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was genau ist ein Junior-Depot und wofür brauche ich es?

Ein Junior-Depot ist wie ein eigenes Konto für Ihr Kind, auf dem Wertpapiere wie Anteile an Unternehmen (Aktien) oder breit gestreute Fonds (ETFs) gesammelt werden können. Rechtlich gehört das Geld dem Kind, aber bis es 18 Jahre alt ist, verwalten Sie als Eltern das Depot. Das ist eine tolle Möglichkeit, schon früh für die Zukunft Ihres Kindes vorzusorgen, zum Beispiel für die Ausbildung oder den Führerschein.

Warum ist ein Junior-Depot mit ETFs besser als ein Sparkonto?

Früher hat man Geld oft einfach auf die Bank gelegt. Aber heute verliert Geld durch die Inflation an Wert, das heißt, man kann sich weniger dafür kaufen. Mit einem Junior-Depot, besonders mit sogenannten ETFs, können Sie Ihr Geld langfristig anlegen. Historisch gesehen haben solche Anlagen über viele Jahre hinweg mehr Gewinn gebracht als Sparkonten. So kann das Geld Ihres Kindes wirklich wachsen.

Wie kann ich mit einem Junior-Depot Steuern sparen?

Das ist ein großer Vorteil! Für Kinder gibt es Steuerfreibeträge. Das bedeutet, dass die Gewinne, die Ihr Kind mit seinem Depot erzielt, oft komplett steuerfrei bleiben. So bleibt mehr vom Geld für Ihr Kind übrig, ohne dass der Staat einen Anteil davon nimmt. Das ist besonders praktisch, wenn Sie regelmäßig Geld einzahlen.

Welche Kosten fallen bei einem Junior-Depot an und worauf sollte ich achten?

Bei einem Junior-Depot gibt es verschiedene Kosten. Manche Banken verlangen eine Gebühr für die Führung des Depots, andere nicht. Auch für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren können Gebühren anfallen. Achten Sie darauf, dass die Kosten möglichst niedrig sind, denn hohe Gebühren fressen die Gewinne auf. Viele Anbieter haben günstige ETF-Sparpläne, bei denen die Kosten sehr gering sind.

Was sind ETF-Sparpläne und sind sie für mein Kind geeignet?

ETF-Sparpläne sind eine super Sache für den Vermögensaufbau für Kinder. Sie ermöglichen es Ihnen, regelmäßig kleine Beträge, zum Beispiel 25 oder 50 Euro, in breit gestreute Fonds (ETFs) zu investieren. Das Tolle daran ist, dass man schon mit wenig Geld starten kann und das Geld über die Zeit durch den Zinseszinseffekt gut wachsen kann. Das ist flexibel und kostet wenig.

Wer kann ein Junior-Depot für mein Kind eröffnen?

Ein Junior-Depot kann nur von den gesetzlichen Vertretern des Kindes eröffnet werden. Das sind in der Regel die Eltern. Sie müssen den Antrag stellen und alle notwendigen Unterlagen, wie zum Beispiel die Geburtsurkunde des Kindes, einreichen. Die Bank oder der Online-Broker wird Sie durch den gesamten Prozess führen.

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